KI-Suche: Ist Ihr Unternehmen für LLM/AEO gerüstet?

Von ePost
3 Min
25. Februar 2026

Suchmaschinenoptimierung (SEO) allein reicht nicht mehr. Generative KI, Large Language Models (LLM) und Answer Engines (AE) beantworten Fragen direkt – oft ohne Klick auf eine Website. Wer als Unternehmen weiterhin sichtbar, korrekt zitiert und als vertrauenswürdig wahrgenommen werden will, braucht zusätzlich zu SEO jetzt Answer Engine Optimization (AEO).

SEO optimiert Ihre Website für klassische Suchmaschinen wie Google: Seiten werden vom Crawler besucht, im Index gespeichert und in einer Trefferliste gerankt. Answer Engines funktionieren anders als klassische Suchmaschinen: Sie nutzen häufig strukturierte Informationen, angebundene Datenquellen oder APIs und crawlen Websites nicht zwingend in der gleichen Breite wie Google. Entscheidend ist deshalb, dass Ihre Inhalte für Maschinen besonders klar, strukturiert und einfach anzubinden sind.

Kurz:
  • SEO sorgt für Sichtbarkeit in Trefferlisten
  • AEO sorgt dafür, dass Ihre Inhalte in KI-Antworten landen

Beides ist nötig – mindestens in den nächsten Jahren.

Technische Basis: So «sehen» Answer Engines Ihre Inhalte
Damit Answer Engines Ihr Unternehmen berücksichtigen, sollten Sie einige technische Grundlagen priorisieren:

  • Strukturierte Daten:
    Hinterlegen Sie zu Ihrem Unternehmen, Ihren Dienstleistungen, Produkten, Events und FAQ zusätzliche Infos im Website-Code. So können Suchmaschinen und Answer Engines Ihre Inhalte besser einordnen und verstehen, was Sie genau anbieten. Ihre Website ist in erster Linie für Menschen geschrieben. Im Hintergrund hinterlegen Sie strukturierte Daten, die Suchmaschinen und Answer Engines beim Einordnen helfen, wie ein digitaler Steckbrief Ihrer Inhalte. Strukturierte Daten sind eine Zusatzzeile im Hintergrund, die den Suchmaschinen zum Beispiel erklärt: das hier ist ein Unternehmen mit Name, Adresse, Öffnungszeiten. Oder: das hier ist ein Produkt mit Preis, Eigenschaften und Verfügbarkeit. Diese Zusatzinfos werden nach dem Standard schema.org im Code der Seite hinterlegt. Auf der sichtbaren Website ändert sich nichts, aber Suchmaschinen und AE verstehen sofort, was was ist – statt nur Fliesstext zu «erraten».
    Praxis-Tipp: In den meisten CMS-Systemen können strukturierte Daten mithilfe von Plug-ins oder Modulen markiert werden. Holen Sie sich bei Bedarf Unterstützung von Ihrer Marketingagentur oder Ihrem IT-Partner. Weitere Infos zum Einsatz von KI in verschiedenen Branchen und Abteilungen finden Sie hier

  • Klare HMTL- Texte statt  «versteckte» Infos:
    Strukturierte Daten ergänzen den Inhalt, ersetzen ihn aber nicht. Die wichtigsten Informationen (z.B. Angebot, Preise, Kontakt, Standorte) sollten deshalb auch als HTML-Text auf der Seite stehen, nicht nur in PDFs oder Bildern.

  • Maschinenlesbare Text-Files:
    Halten Sie zentrale Informationen zusätzlich in einfachen Text- oder Markdown-Dateien bereit, zum Beispiel FAQ, Produkt- und Leistungsübersichten oder Konditionen. Diese Formate sind bewusst schlank und klar strukturiert. So lassen sich Inhalte besonders einfach und zuverlässig in Wissensdatenbanken, interne Suchen oder eigene Chatbots übernehmen, ohne dass Layout-Elemente der Website die Verarbeitung unnötig erschweren.

  • Saubere Struktur und Navigation:
    Achten Sie auf eine klare Seitenlogik, damit Suchmaschinen und Answer Engines (AE) Ihre Inhalte schnell einordnen können:
    • Eindeutige Überschriften (H1/H2) mit klarer Aussage
    • Pro Seite ein klares Hauptthema statt mehrere Themen zu vermischen
    • Logische, sprechende URLs (z.B. /angebot/produkt-1/)

Das hilft Google – und genauso LLMs und Answer Engines.

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Inhaltliche Anforderungen: Was KI von Unternehmen erwartet
Answer Engines wollen Fragen ihrer Nutzer:innen präzise, korrekt und verständlich beantworten. Entsprechend sollten Ihre Inhalte aufgebaut sein:

  • Fragen klar beantworten:
    Richten Sie FAQ-Bereiche ein, die reale Fragen Ihrer Kund:innen aufgreifen – pro Frage ein Abschnitt, mit einer direkten, verständlichen Antwort.
  • Konkrete, überprüfbare Fakten liefern:
    Nennen Sie klare Angebotsbeschreibungen, Zielgruppen, Standorte, Preise (falls sinnvoll) und Beispiele. Vage Floskeln helfen KI wenig.
  • Konsistenz über alle Kanäle:
    Unternehmensname, Produktnamen, Adressen und Kontaktdaten sollten überall gleich geschrieben sein – auf Website, Profilen und Verzeichnissen.
  • Vertrauenssignale stärken:
    • Impressum und Datenschutz gut sichtbar
    • Verantwortliche Personen oder Teams nennen
    • Referenzen, Bewertungen, Gütesiegel
    • Gut erklärte Sicherheits- und Datenschutzstandards

Je klarer Sie Ihr Unternehmen und Ihr Angebot erklären, desto eher stufen KI-Systeme Sie als vertrauenswürdige Quelle ein. Weitere Inputs, wie Unternehmen KI nutzen können, finden Sie hier.

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AEO-Quick-Check für Ihr Unternehmen

  • Sind Impressum, Datenschutz und Verantwortliche klar erkennbar?
  • Sind Kontaktdaten, Standorte und Leistungsbeschreibungen überall identisch?
  • Gibt es eine gut auffindbare FAQ-Seite mit klaren Antworten?
  • Sind strukturierte Daten (Schema.org) für Unternehmen, Produkte und FAQ umgesetzt?
  • Liegen zentrale Informationen zusätzlich in einfachen, maschinenlesbaren Text-Files vor?

Warum SEO Pflicht bleibt
Das Suchverhalten verändert sich: Viele Fragen werden direkt in Answer Engines beantwortet, ohne dass Nutzer:innen eine Trefferliste durchklicken. Trotzdem bleibt SEO Pflicht, weil ein grosser Teil der Sichtbarkeit weiterhin über klassische Suche entsteht, eine saubere SEO-Struktur die Grundlage für AEO bildet und starke Inhalte sowie klare Seitenstrukturen als Qualitätssignal wirken. 

Fazit:
AEO ist kein Ersatz für SEO, sondern die nächste Ausbaustufe. Wenn Sie wollen, dass Ihr Unternehmen in KI-Antworten korrekt erscheint und als Quelle taugt, müssen Inhalte klar strukturiert, konsistent und technisch sauber auslesbar sein. Starten Sie pragmatisch mit dem Quick-Check und arbeiten Sie die Punkte Schritt für Schritt ab. So verbessern Sie Sichtbarkeit, Zitierfähigkeit und Vertrauen über beide Welten hinweg.