Briefe, Rechnungen, Mahnungen, Verfügungen: Behörden verschicken täglich Dokumente, die ankommen müssen – nachweisbar und sicher. Seit dem 1. April 2026 ist der Digitale Brief Teil der postalischen Grundversorgung: Die Änderung der Postverordnung ist an diesem Datum in Kraft getreten. Der Digitale Brief von ePost macht aus diesem Rahmen einen konkreten Zustellkanal – einen, der physische und digitale Post verbindet und den Empfängerinnen und Empfängern die Wahl lässt.
Sie liefern Ihre Dokumente digital auf die ePost-Kommunikationsplattform ein. ePost übernimmt die Zustellung automatisch – auf Basis der postalischen Adresse, ohne dass Sie eine E-Mail-Adresse, eine ID oder ein Einverständnis der Empfängerin oder des Empfängers einholen müssen. Je nach Präferenz erfolgt die Zustellung digital in die Post-App oder physisch als klassischer Brief, inklusive Druck, Kuvertierung und Frankierung. Der Druck läuft in Schweizer Druckzentren der Post. Ein Einlieferungsweg, zwei Ausgabekanäle – die Wahl trifft die Bevölkerung.
Die Empfängerinnen und Empfänger sind schon da: Ein wachsender Teil der Bevölkerung empfängt Post digital in der Post-App, und die Zahl der verifizierten Adressen nimmt stetig zu. Sie müssen nicht wissen, wer davon dazugehört – ePost prüft die digitale Erreichbarkeit im Moment der Zustellung und stellt entsprechend digital oder physisch zu.
Der Digitale Brief ist ausdrücklich kein E-Mail-Ersatz. Absenderin, Absender, Empfängerin und Empfänger sind verifiziert – es sind jene Personen, die an der angegebenen Postadresse wohnen. Das verunmöglicht anonyme Betrugsversuche wie Phishing. Ein geregeltes elektronisches Siegel nach ZertES stellt sicher, dass der Brief echt und unverändert ist, ein qualifizierter Zeitstempel belegt den Annahmezeitpunkt. Eine gewöhnliche E-Mail leistet das nicht.
Weiterführende Infos zu diesem Thema: Digitaler Brief vs. E-Mail – Entscheidungshilfe für Behörden.
Wie im physischen Versand wählen Sie pro Sendung die passende Nachweisstufe:
| Zustelloption | Wofür | Vergleichbar mit |
| ePost Standard | Täglicher Versand mit digitalem Nachweis (Zeitstempel, Zustellbestätigung) | Normaler Brief |
| ePost Plus | Nachweispflichtige Sendungen – zusätzlich mit Abruf-/Nicht-Abruf-Bestätigung nach sieben Tagen | A-Post Plus |
| ePost Einschreiben |
Digitales Einschreiben mit Personenidentifizierung und Zustellnachweis |
Einschreiben |
Gerichts- und Betreibungsurkunden werden weiterhin physisch zugestellt, wo das Recht es vorschreibt.
Sie wissen nicht, welche Zustellung wann gewählt werden soll? Hier erklären wir es im Detail.
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White-Label auf Wunsch: Kantone und Organisationen können den digitalen Briefkasten als eigenen «kantonalen Briefkasten» mit eigenem Logo und Markenfarben führen – technologisch identisch mit dem digitalen Briefkasten der Post.
Beispiel: Wie die Verwaltung des Kantons Bern mit ePost digital mit der Bevölkerung kommuniziert
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Jede digitale Zustellung spart Porto, Druck und Kuvertierung entfallen, und der manuelle Aufwand in der Poststelle sinkt. Gleichzeitig sinken Papierverbrauch und physischer Transport.
Der Digitale Brief verbindet die Verbindlichkeit der physischen Post mit der Effizienz digitaler Zustellung – und lässt der Bevölkerung die Wahl. Für Behörden heisst das: weniger Porto, weniger Aufwand, weniger Papier, bei belegbarem Zustellnachweis. Der Einstieg gelingt heute schon – ohne IT-Projekt.